Sternenkonstellationen – Fische, Dreieck, Zwillinge, Hase und Einhorn

FISCHE

Wenn wir von einer erfolgreichen Jagd träumen, lohnt es sich – besonders im Herbst -, den Kopf zu heben und den Himmel zu beobachten. Es gibt Fische in der Nähe des Himmelsäquators. Informationen über die Konstellation wurden von den Griechen aus Babylon übernommen. In einer Legende über die Konstellation wurde geschrieben, dass sie Aphrodite und Eros darstellt. Diese beiden Figuren nahmen Fisch-Silhouetten an, um sich vor Typhon zu verstecken, dem schrecklichsten Monster, das die Welt sah. Zu den interessanten Objekten dieser Konstellation gehören M74 in Form einer Spiralgalaxie, die im September aus dem Konstellationsgebiet herausfliegen.

DREIECK

Es wird oft gesagt, dass klein fein ist – die Bestätigung dieses Satzes sollte die Konstellation des Dreiecks sein. Dies ist eine der kleinsten Konstellationen, die am Himmel zu finden sind. Unter allen Konstellationen zeichnet es sich dadurch aus, dass es mit der Mythologie wenig zu tun hat. Es gibt Spekulationen, dass die Form des Himmels dem Delta-Symbol ähnelt. Auf seinem Hintergrund befindet sich die Galaxie M33, die zu einer Gruppe lokaler Galaxien gehört. Die Lokalisierung ist kein großes Problem, es genügt, in die gerade Linie unterhalb der Andromeda-Galaxie zu schauen.

 

WIDDER

Armenier hatten bereits das Sternbild des Widders gesehen, während spätere Zivilisationen dies in ihre eigene Mythologie einbezogen haben. Im antiken Griechenland wurde er mit dem geflügelten goldenen Widder Chrysomallos in Verbindung gebracht, der zur Rettung der von seiner Stiefmutter misshandelten Atamas-Kinder geschickt wurde. In Dankbarkeit für die Rettung des Widders wurde er Zeus angeboten und dann zwischen die Sterne gestellt.
Am Himmel ist die Silhouette der Konstellation nicht zu kompliziert. Nur vier Sterne bilden es. Aufmerksamkeit verdienen auch die Galaxien NGC 691 und NGC 772.

SÜDFISCH

Seit jeher verbinden antike Kulturen die Sterne, aus denen sich die zeitgenössische Konstellation des Südfisches uns des Fisches zusammensetzt. Es ist ein Fisch, der die Göttin Isis in der ägyptischen Mythologie vor dem Ertrinken rettete. In Dankbarkeit für die Rettung verewigte sie ihre Kinder und ihre Kinder am Himmel und bildete so das Sternbild der Fische. Die Griechen betrachteten die Konstellation als Mutter zweier Fische aus der Konstellation Fische. Es sollte mit dem nahe gelegenen Sternbild des Wassermanns verwandt sein, das Wasser aus einem Krug in die Kiefer des Fisches gießt.

Der Südfisch ist keine große Konstellation. In Deutschland ist diese im Herbst tief über dem südlichen Horizont sichtbar. Wir können nur 25 Sterne im Hintergrund mit bloßem Auge beobachten. Wenn wir ein Teleskop verwenden, erscheinen in unseren Augen mehrere Galaxien wie NGC 7173 oder NGC 7174. Der Südfisch strahlt auch für den Piscis-Austrindian-Schwarm aus, dessen Aktivität von Mitte Juli bis Mitte August dauert.

ZWILLINGE

Wie viele Kulturen auf der Welt, so viele Legenden darüber, was die moderne Konstellation Zwillinge an die Menschen der Antike erinnerte. Den Ägyptern zufolge handelt es sich um ein Paar keimender Samen, und die Phönizier sahen ein Paar Ziegen in der Silhouette der Konstellation. Die heute angenommene Version wurde von den alten Griechen erstellt, die in der Formation zwei Figuren entdeckten – Pollux und Castor. Es waren Zwillinge, vergessene Helden, die sich um Matrosen und Soldaten kümmerten. Bis heute sind die Namen der Zwillinge formale Namen der Sterne, die den Köpfen beider Figuren ähneln. Dies ist ein Andenken an die mythologischen Zeiten des antiken Griechenlands.

Das Sternbild der Zwillinge ist am Himmel leicht zu finden, hauptsächlich dank der beiden hellen Sterne, die nahe beieinander liegen. Seine gesamte Silhouette ist für das bloße Auge sichtbar, und vom 21. Juni bis 20. Juli steht die Sonne auch im Hintergrund. In Deutschland ist diese Konstellation mit dem Winter verbunden, da sie zu dieser Jahreszeit am besten zu sehen ist. Erwähnenswert sind unter anderem die offenen Sternhaufen M35 mit NGC 2158 und der Eskimo-Nebel, den wir mit dem Teleskop sehen können.

 

RUFA-KONSTELLATION

Die Rufa-Konstellation ist eine Sternenkonstellation, die in der Antike unbekannt war. 1762 wurde es von einer riesigen Konstellation der Argonauten getrennt, die nach griechischer Mythologie 52 Draufgänger nach dem goldenen Vlies segelte. Die Konstellation ist in Deutschland fast unsichtbar. Wir können nur den nördlichen Teil sehen, der nur im Winter sichtbar ist. Rufa ist eine der Konstellationen, die im Gürtel der Milchstraße aufzufinden sit. Dies bedeutet, dass es Beobachtungsobjekte wie ganzen Sternhaufen reichlich vorhanden sind, von denen M46, M47, M83 und NGC 2477 unterschieden werden können.

HASE

Die griechische Mythologie verbindet das Sternbild Hase mit Hermes, der ihn in den Himmel stellte, um an seine Beweglichkeit und Geschwindigkeit zu erinnern. Die Konstellation erschien unter Orions Füßen, um an seine außergewöhnlichen Jagdfähigkeiten zu erinnern. Die Silhouette der Konstellation besteht hauptsächlich aus Sternen mit Katalogbezeichnungen, unter denen Sie auch Arneb, Nihal, Arsh al Jauzah und Kursi al Jabbar unterscheiden können. Neben den Sternen im Sternbildbereich ist auch der Kugelsternhaufen M79 sichtbar.

 

EINHORN

Das Einhorn-Motiv erscheint in der griechischen Mythologie nicht, was bedeutet, dass die Konstellation keine reiche Geschichte hat. Die Konstellation des Einhorns ist Teil des Südhimmels, kann jedoch in Deutschland vor allem in den Wintermonaten gut beobachtet werden. Seine Position am Himmel wird unter anderem Johannes Hevelius zugeschrieben. Im Bereich des Einhorns gibt es viele interessante Objekte, unter denen man unter anderem den aus einer riesigen Gaskugel gebildeten Rosetta-Nebel, den Weihnachtsbaum-Cluster, M50 und NGC 2232 unterscheiden kann.