Sternenkonstellationen – der Fuhrmann, der Kleine Bär, Großer Wagen und Orion

Die ersten Aufzeichnungen der assyrischen Geistlichen, der Mythologie des antiken Griechenlands und der Passagen aus Mesopotamien beweisen, dass die Menschen Sternenkonstellationen im Einklang mit den Überzeugungen der jeweiligen Zeit bzw. Epoche bezeichnet haben. Dies führte dazu, dass auf der nördlichen Hemisphäre die Bezeichnungen der Sternenkonstellationen mit Gottheiten und Helden der Geschichte verbundenen Nomenklatur dominiert werden, nämlich:Herkules, Löwe, Hydra, Krebs, Pokal, Rabe, Schütze, Centaurus, der Fluss Erydan und der Drache.

Erst die Seereisen der großen Entdecker und die Erfindung des Teleskops haben einen wesentlichen Einfluss auf die Benennung der Sternbilder in der südlichen Hemisphäre genommen. Diese bekamen Namen wie: Paradiesvogel, Fliege und Goldener Fisch.

Die Sternenkonstellationen des nördlichen Himmels wurden vom polnischen Landsmann, Jan Heweliusz, benannt, und diese Namen sind bis heute gültig. Diese sind: Eidechse, Fuchs, Kleiner Löwe, Jagdhunde, Luchs, Schild und Sextant.

Diese Namen sind seit dem 17. Jahrhundert in Kraft, seit John Bayer seinen illustrierten Himmelsatlas veröffentlichte. Es stellt sich also heraus, dass die Polen nicht nur auf Nicolaus Copernicus stolz sein können. Heute, wenn wir 88 Konstellationen auf dem Himmel unterscheiden, ist nur Wenigen klar, dass dies ein langer und komplizierter Prozess war, bei dem einige Konstellationen auftauchten, andere verschwanden oder andere wiederum in kleinere unterteilt wurden. Einige dieser Sternenkonstellationen existierten sogar gar nicht vor der Zeit großer geographischer Entdeckungen.

Nicht jedem ist bekannt, dass das Aussehen des Himmels in hohem Maße vom Ort und Zeitpunkt der Beobachtung sowie von der Jahreszeit (dem Neigungswinkel der Erde zur Sonne) abhängt.

Das verursacht, dass wir unterschiedliche Sterne auf dem Sommer- und auf dem Winterhimmel wahrnehmen.

DER FUHRMANN – AURIGA

Dieser Name stammt aus der griechischen Mythologie. Der Name bezieht sich auf die Geschichte von Myrtilos, dem Sohn Gottes Hermes. Unser Held war der Kutscher von König Ojnomaos. Er verliebte sich ohne Gegenseitigkeit in seine Tochter Hippodameia. Myrtilos wurde wegen eines Vergewaltigungsversuchs von dem Partner der Prinzessin ermordet. Hermes brachte seinen Sohn mit Hilfe der Götter in das blaue Gewölbe. Die Konstellation „Der Kutscher” besteht aus Sternen wie Kapela (Au, Ab, Ha, Hb,) also die Ziege. Die faszinierende Tatsache ist, dass dieser Name wiederum von der heiligen Ziege stammt, die Zeus fütterte.

 

DER KLEINE BÄR – URSA MINOR

Das kleine Wagen, auch bekannt als kleiner Bär, erinnerte die Griechen an Arkas, den Sohn des Zeus und die Nymphe Callisto. Der Herrscher von Olymp verwandelte ihn in einen Bären und legte ihn in dem blauen Gewölbe. Der kleine Wagen ist ein kleinerer Teil des großen Wagens und zeichnet sich durch eine entgegengesetzt gebogene Deichsel aus, als dies bei seinem eindrucksvolleren Gegenstück der Fall ist. Am Ende des Schafts befindet sich der Polarstern (Polaris Navigatoria). Dieser ist 430 Lichtjahre von der Erde entfernt. Es ist ein gelber Überriese und gleichzeitig ein Cepheid, der fünfmal größer ist als unsere Sonne. Ein Polarstern kann das ganze Jahr über beobachtet werden. Die anderen gut sichtbaren Sterne vom kleinen Wagen sind Kochab und Pherkad.

GROSSE BÄR – URSA MAIOR

Diese Konstellation lernen wir bereits beim ersten Geographieunterricht kennen. Oft wird diese auch als großer Wagen bezeichnet. Sie kann das ganze Jahr über beobachtet werden. Der Name „Großer Wagen“ kommt aus Griechenland. Zeus Frau, Hera, erfuhr von der Romanze ihres Mannes mit der Nymphe Callisto und verwandelte sie dann in einen Bären. Zeus wollte seine Liebste vor dem Tod retten und zog sie in den Himmel. Einige der interessantesten Sterne sind Mizar und Alkor. Nach neuesten Erkenntnissen bilden sie ein Sechsfachsystem.

 

ORION – ORION

Das am besten sichtbare Sternbild am nördlichen Himmel ist Orion, dessen Name dem Sohn des Poseidon zu verdanken ist.

Er war damals der heutige James Bond, ein hübscher, prächtiger Jäger, dem Frauen eine große Schwäche zeigten. Er wollte Artemis vergewaltigen, aber sie schickte einen Skorpion, der den Helden erstochen hat. Seitdem jagt der Held in Begleitung seiner treuen Hunde am Himmel.

Die Orion-Konstellation besteht aus: Betelgese, Bellatrix, Rigel und Saiph und drei Sternen, die den Ayrismus des Oriongürtels bilden, dh Alnilam, Alnitak und Mintaka.

Betelgese, ein roter Riese, zieht besondere Aufmerksamkeit auf sich. Es ist am Ende seiner Entwicklung, was bedeutet, dass es jederzeit explodieren und sich in eine Supernova verwandeln kann. Einige spekulieren, dass dieses Ereignis bereits stattgefunden hat, aber die Auswirkungen werden wahrscheinlich nur unsere Enkelkinder sehen. Wird es tatsächlich so sein? Die Zeit wird es zeigen. 🙂

Bei Orion können Sie den Großen Orionnebel beobachten, wo Sterne aus einer Wolke aus Gas und interstellarem Staub entstehen. Es ist für das Nackte Auge sichtbar: Die Form eines verschwommenen Sterns unter dem Orion-Gürtel. In der Nähe des Alnitak-Sterns ist ein weiteres bekanntes Element dieser Konstellation zu beobachten, nämlich der dunkle Pferdekopfnebel, der am Himmel spektakulär aussieht. Orion gilt als ausgezeichneter Wegweiser am Winterhimmel. Es grenzt an die Konstellationen Zwillinge, Stiere, große Hunde und Hasen.

 

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